Das Spiel um die Königin und den König ist eines der ältesten Brettspiele, die wir kennen. Man vermutet es ist in China oder Persien entstanden, irgendwann zwischen dem 3. und dem 6. Jahrhundert. Es gab einige Versionen, aus denen dann das heutige Schach hervorgegangen ist. Sicher ist, dass es um 600 in Persien Schachspiele gab und sich von dort aus im 7. Jahrhundert im arabischen Raum ausgebreitet haben. Bald gelangte es über Spanien auch nach Europa, wo es sich großer Beliebtheit erfreute. Dies ging soweit, dass im 11. Jahrhundert ein Ritter so gut Schach spielen musste wie ein Soldat zu sein.

Allerdings haben sich die Regeln in den ersten Jahrhunderten immer wieder verändert, und Schach wie wir es heute kennen, ist in dieser Form irgendwann im 15. Jahrhundert festgelegt worden. Interessant ist, dass es eine sich abwechselnde Führung von Nationen im Schachspiel gab. Waren am Beginn Italien und Spanien stark, so wurde sie bald von Frankreich und später Deutschland und Ungar abgelöst, während im 20. Jahrhundert vor allem Russland die besten Schachspieler hatte.

seit dem 19. Jahrhundert wird Schach auch als Turnier ausgetragen. Spieler wie Garri Kasparow machten seit den 70er Jahren weltweit Karriere als Schachgroßmeister. eine der herausragenden aber auch schillernden Figuren war Bobby Fischer, dessen Spiele gegen russische Schachgroßmeister auch politisch ausgenutzt wurden – in Zeiten des Kalten Kriegs.

Aufsehen erregte der IBM-Computer Deep Blue, der als erster Rechner ein Schachspiel gewann. Allerdings bedeutete das nicht das Ende des Spiels, sondern brachte eine Vielzahl an Schachcomputern hervor, die das Spiel sogar noch populärer machten.

Lange Zeit populär war Fernschach, bei den sich die Spieler ihren nächsten Zug per Brief zuschickten. Das dauerte natürlich entsprechend. Dank des Internets ist das heute einfacher, aber es werden immer noch Fernschachpartien so gespielt, das man sich die Züge zusendet – nur eben per Email oder WhatsApp.