Schach ist ein Jahrhunderte altes Spiel, aber es ist eines der wenigen, die ihren Charme nicht verloren haben, trotz Computerspiele und virtueller Realität. Schach galt immer schon als eine Art Königin der Brettspiele (auch wenn in Asien GO diese Rolle eher einnimmt). Was macht Schach so beliebt?

Zum einen sind die Einstiegshürden gering. Ein Schachbrett kostet nicht viel, und man kann an vielen Plätzen wie Büchereien und Cafes eines ausleihen. Ausserdem sind die Grundregeln recht einfach: Man muss lediglich wissen, welche Figuren und welche Richtung laufen können, wie man andere Figuren schlägt und was Schachmatt ist. Das bedeutet, dass man recht einfach anfangen kann zu spielen.

Was es aber so interessant macht, ist dass es Erfahrung und viel Praxis braucht, um ein guter Schachspieler zu werden. Und es ist natürlich auch eine Menge Gehirnakrobatik erforderlich. Viele Menschen spielen Schach sogar als Entspannung, weil sie während einer Partie an nichts anders denken müssen und sich voll auf den nächsten Zug konzentrieren können.

Schach ist aber auch ein strategisches Spiel. Man wird kaum gewinnen, wenn man einfach drauf los spielt oder nur die nächstbeste Gelegenheit wahrnimmt, um einen Bauern zu schlagen. Manchmal ist es sogar besser, eine Figur stehen zu lassen. Wer so weit ist dass er mit Strategien spielt, wird noch mehr Gefallen am Spiel haben. Das gute an der Strategie ist, dass man immer einige Züge im Voraus planen muss und eventuell dann sein Spielverhalten anpassen muss.

Diese Komplexität zwischen eigener Strategie, Vorausdenken und sich an das Anpassen, was der Gegner macht, ist wohl das, was Schach bei den meisten Spielern beliebt macht. Und weil das alles Dinge sind, die auch in anderen Spielen vorkommen, kann man auch junge Spieler begeistern, die sonst vielleicht Clash of Clans spielen. Denn natürlich gibt es Schach heute auch als Apps für Smartphone und man kann gegen Menschen auf der ganzen Welt spielen.